Über das Projekt
Was dich bewegt,
soll etwas bewegen.
Sag in 150 Zeichen, was dich beschäftigt. Wir bündeln die Anliegen, geben sie weiter und fragen nach. Denn nur mit euch allen hat das Volk eine Stimme.
Der Anlass
Zwischen Alltag und Aufregung bleibt das Zuhören liegen.
Am Küchentisch, in Kommentarspalten, in Talkshows: Über das Leben in Deutschland wird viel geredet. Doch was Menschen beschäftigt, geht zwischen Aufregung und Alltag oft unter.
Arbeit, Familie, Rechnungen. Nicht jeder hat die Zeit oder Kraft, eine Petition zu starten oder sich politisch zu engagieren. Ein Anliegen hat man trotzdem.
Aus diesem Gedanken entstand Volksstimmen: eine einfache Stelle, an der ein Satz genügt, um etwas anzustoßen.
Von einem Menschen aus dem Alltag. Für Menschen im Alltag.
Was wir identifiziert haben
Vier Gründe, warum Anliegen im Nichts landen.
Viel Aufregung, wenig Zuhören
Es wird viel diskutiert. Was Menschen im Alltag konkret belastet, geht dabei oft unter.
Beteiligung kostet Zeit und Kraft
Lange Formulare, Anmeldungen, unklare Wege: Wer im Alltag viel trägt, hat dafür oft wenig Kraft.
Stimmen gehen unter
Ähnliche Erfahrungen stehen verstreut in Kommentarspalten. Was sie verbindet, bleibt oft unsichtbar.
Was daraus wird, bleibt unklar
Auf Ankündigungen folgen nicht immer sichtbare Ergebnisse. Häufig fehlt der Überblick, was tatsächlich passiert.
Unser Versprechen
Du sagst, was dich beschäftigt.
Wir bleiben dran.
Wir bündeln Anliegen, bringen sie an die zuständigen Stellen und machen Antworten und Fortschritte sichtbar. Eine politische Lösung können wir nicht garantieren. Aber du kannst sehen, was aus deinem Anliegen wird.
Wir bringen Stimmen zusammen.
Dein Beitrag wird einem Thema zugeordnet und mit ähnlichen Anliegen gebündelt. So werden gemeinsame Probleme sichtbar.
Wir geben Anliegen weiter.
Wir bringen die gebündelten Anliegen an die zuständigen Stellen – in Kommunen, Ländern oder beim Bund.
Wir fragen nach.
Wir dokumentieren Antworten, Entscheidungen und Fortschritte. Auch wenn eine Antwort ausbleibt, machen wir das sichtbar.
Wann passiert wirklich etwas?
„Wir kümmern uns“ ist noch keine Veränderung.
Was wurde angekündigt? Was entschieden? Was umgesetzt? Und was verbessert sich tatsächlich? Wir machen diese Unterschiede sichtbar – mit Quellen und Datum.
Angekündigt
Jemand sagt Unterstützung oder eine Maßnahme zu. Wir dokumentieren, wer was angekündigt hat – und wann.
Beschlossen
Eine konkrete Entscheidung wurde getroffen. Wir zeigen, was beschlossen wurde und wer dafür verantwortlich ist.
Umgesetzt
Aus der Entscheidung wird eine Maßnahme. Wir halten fest, was umgesetzt wurde und wo es stockt.
Wirkung erkennbar
Verbessert sich dadurch der Alltag? Wir zeigen belegbare Ergebnisse und machen deutlich, was noch offen ist.
Auch Stillstand, Rückschritte und ausbleibende Antworten werden sichtbar.
Frust darf der Anfang sein
Du musst noch keine Lösung haben.
Du bist wütend, unsicher oder weißt noch nicht genau, was anders werden soll? Schreib auf, was dich beschäftigt. Dein Anliegen muss nicht perfekt formuliert sein.
Für den Anfang reichen 150 Zeichen. Wenn du möchtest, helfen dir anschließend freiwillige Fragen, genauer hinzuschauen: Was ist passiert? Was belastet dich daran? Was wünschst du dir?
Vielleicht entdeckst du dabei einen Schritt, den du selbst gehen kannst. Vielleicht braucht es Veränderungen, die du allein nicht erreichen kannst. Beides hat hier Platz.
Wie wir arbeiten
Was du von uns erwarten kannst.
Menschen vor Parteipolitik.
Entscheidend ist, was Menschen beschäftigt. Wir bevorzugen keine Partei und messen politische Antworten an denselben nachvollziehbaren Maßstäben.
Einfach mitmachen. Persönlich geschützt.
Du brauchst kein öffentliches Profil und keine perfekt formulierte Lösung. Persönliche Angaben beschränken wir auf das Nötige und erklären, wofür wir sie verwenden.
Viele Stimmen. Auch Unterschiede.
Wir bündeln gemeinsame Anliegen, ohne unterschiedliche Erfahrungen glattzubügeln. Auch selten genannte Probleme verdienen Aufmerksamkeit.
Nachvollziehbar und ehrlich.
Wir zeigen, wie wir Anliegen einordnen und worauf unsere Aussagen beruhen. Unsicherheiten, fehlende Antworten und die Grenzen unserer Auswertungen machen wir sichtbar.
Volksstimmen zeigt, was die Teilnehmenden beschäftigt. Daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, was ganz Deutschland denkt.
Wer dahinter steckt
Sadi Charles Aksoy
Marken- und Ideenarchitekt · Gründer von volksstimmen.de
Ich entwickle Marken, Strategien und digitale Produkte – heute als selbstständiger Marken- und Ideenarchitekt. Als Layouter, zuletzt Cheflayouter, beim Kölner Stadt-Anzeiger und der Oberbergischen Volkszeitung habe ich erlebt, wie Sprache und Gestaltung beeinflussen, was bei Menschen ankommt.
Ich höre und lese ständig, was die Menschen in unserem Land aufregt. Aber wo kommt das eigentlich an? Wer verbindet die einzelnen Erfahrungen? Mir fehlte eine Adresse, die man dafür sofort im Kopf hat. Also habe ich sie gebaut – privat finanziert, in Eigenarbeit, ohne Formulare und ohne Anmeldung. Damit aus Meckern ein Anliegen wird, das jemand ernst nimmt.
Demokratie bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Sie lebt davon, dass wir uns beteiligen – auch zwischen den Wahlen. Ich wünsche mir ein Deutschland, in dem du erlebst: Mitgestaltung kann bei dir anfangen. Mit einer Beobachtung, einem Wunsch, einer Idee. Und mit Menschen, die daran weiterdenken.
Ich kann nicht versprechen, dass die Politik sich ändert. Doch ich kann deiner Stimme mehr Gewicht geben und sie unignorierbar machen!
Klare Grenzen
Was volksstimmen.de nicht ist.
Keine Abstimmung über „den Volkswillen“
Hier steht, was die Teilnehmenden beschäftigt – auch widersprüchlich.
Keine Bedingung fürs Meckern
Wer nichts schreibt, verliert kein Recht auf seine Meinung.
Keine Behauptung, Politik sei einfach
Zuhören und Anfangen sind einfach. Abwägen bleibt schwer.
Kein Kummerkasten
Beiträge werden gebündelt, zugeordnet und weiterverfolgt – oder dieses Projekt hat sein Versprechen verfehlt.
Häufige Fragen
Alles, was man vorher wissen will.
Ja. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und kein Profil. Wir speichern keine Angaben, die zu dir zurückführen. Bitte schreibe trotzdem keine Namen, Adressen oder andere persönliche Daten in deinen Beitrag.
Sie erscheint öffentlich, wird einem Thema zugeordnet und zusammen mit ähnlichen Anliegen gezählt. Themen mit vielen Stimmen werden an die richtige Stelle weitergegeben und nachverfolgt. Du kannst jederzeit sehen, wo dein Anliegen steht.
Organisierte Gruppen können Themen hochdrücken. Wir begrenzen Mehrfachbeiträge, erkennen Ausschläge und weisen sichtbar aus, wenn ein Thema auffällig mobilisiert wurde.
Ja, und gute: openPetition, abgeordnetenwatch.de, Make.org oder „Deutschland, was geht?“. Sie decken Petitionen, Fragen an Abgeordnete oder einzelne Beteiligungsverfahren ab. Was fehlt, ist eine dauerhaft offene, themenübergreifende Adresse, bei der ein Satz genügt und der weitere Weg sichtbar bleibt.
Nichts. Keine Kosten, keine Werbung, kein Verkauf von Daten.
Kürze zwingt zum Kern. Ein Satz, der ein Problem, eine Idee oder etwas Funktionierendes benennt, lässt sich vergleichen, bündeln und weiterverfolgen. Ein langer Text nicht.
Genau das wollen wir verhindern. Deshalb geht es um drei Formen: was dich beschäftigt, was deine Idee wäre und was anderswo bereits funktioniert. Kommentare gibt es bewusst nicht.
Nein. volksstimmen.de ist ein unabhängiges, privat finanziertes Projekt von Sadi Charles Aksoy – ohne Partei, Verband oder Werbekunden im Hintergrund.
Frust darf der Anfang sein. Niemand muss sortiert, sachlich oder lösungsorientiert ankommen. Die 150 Zeichen und die freiwilligen Zusatzfragen helfen dabei, aus Ärger ein konkretes Anliegen zu machen.